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Chaos & Ordnung
das neuste Gerücht
 


...mal anders

Frei nach dem Gaußschen Grundsatz: "Pauca sed matura" - Weniges, aber Reifes! 

Was ist Planung?

Die Angst vor Zahlen, aus denen sich Daten und Fakten herleiten, ist in vielen Menschen tief verwurzelt. Controller werden mit scheuen Seitenblicken seitens der anderen Mitarbeiter bedacht, denn dies sind die Verursacher der Zielvereinbaungen, Absatz/Umsatz Planzahlen, die undurchsichtige Zahlenkolonnen produzieren, welche den Mitarbeiter in eine Zwangsjacke zwängen.

Aber schon in den Grundzügen der Geometrie (5. Klasse oder so - wobei hier Geometrie nichts anders ist als die visualisierte graphische Darstellung mathematischer Formeln) lernt doch jeder:
VON DER LÖSUNG KEINE SPUR
MACH DIR EINE PLANFIGUR

Fazit:
Planung ist keine Begrenzung von Freiheit, keine Zwangsjacke, sondern einfach nur geil.

Planung entlastet Manager von Irrtümer und Herumrennen-Müssen. Was man nicht im Kopf (in der Planung) hat, muss man dann, wenn´s passiert, zumindest in den Beinen haben.

Und auch für Mitarbeiter, wird durch Planung Freiraum geschaffen; im jeweiligen Planungsbereich ist jeder für sich selbst zuständig (solange die grauen Wollhirne - wer/was immer das sein mag - einen lassen.)

Ein Mitarbeiter, der es versteht, realistisch zu planen, nach Plan zu arbeiten, und sich bei Abweichungen beizeiten zu melden, kann viel mehr sich selbst überlassen werden als ein anderer Kollege, der nicht plant und deshalb von seinem Chef stets persönlich kontrolliert werden muss.

Allgemein zusammengefasst kann man/frau sagen:
Verantwortlichkeit des Managers ist WAS geplant wird. Verantwortlichkeit des Controllers ist, DAS geplant wird.


Anschauliche Planungsbeispiele in fiktiven Unternehmen die vielleicht dem einen oder anderen bekannt vorkommen.

1.) es wird überhaupt nicht geplant:
kommt eigentlich nur noch selten vor. Firmen dieser Art wurden mit der Bereinigung der DotCom Blase mit bereinigt.

2.) es wird geplant und jeder kann planen was er/sie lustig ist:
dies nennt man anarchistische Planung. Hier gewinnt wer dreist genug ist, die Kosten doppelt so hoch wie das Vorjahr zu planen und die Umsätze zu halbieren, und dann noch zu behaupten das entspräche der Unternehmens-Strategie (die es in diesen Firmen garantiert nicht gibt).

3.) es gibt einen Planungsprozess mit Vorgaben:
Die Verantwortlichen planen nach bestem Wissen und Gewissen ohne genau zu wissen, wo geht es eigentlich hin. Bei der Planungsveröffentlichung kommt es dann zum AHA-Effekt, denn keiner erkennt seine Planzahlen wieder, denn diese sind irgendwie, irgendwo, irgendwann verändert worden. Controller dieser Art von Planung nennt man Wollhirnplaner, denn ähnlich eines Wollfadens ohne Wickelstrategie, endet alles im Chaos. Natürlich hat das Wollhirn, die Planung mit der Unternehmensleitung abgestimmt, und diese haben gemeinsam im Tal der Ahnungslosen zugestimmt.

4.) es gibt einen Planungsprozess:
Es wird zielorientiert geplant, die Planung ist realistisch, fordernd, die Planzahlen sind in etwa nachvollziehbar. Nun kommt es im Ist zu merkwürdigen Ist-Buchungen, die zu einer Planunterdeckung führen, die natürlich außer dem Controller kein Mensch erklären kann. Hier schlägt nun unbarmherzig das manipulative graue Wollhirn zu. Hier kann man/frau nichts mehr tun, als zu zuschauen, sich zu wundern und zu warten ob der Kelch (der Kelch der Planabweichungserklärung) an einem vorübergeht.

5.) alles läuft bestens nur die Planzahlen werden nicht erreicht:
Hier freut sich der Controller denn es wird jede Menge Abweichungen geben, die man/frau analysieren kann, zu denen dann wieder jeder was beizutragen hat, und was in der Regel zu Bildung von Projekten führte, die sich dann schneller vermehren, als das Fertilitätsgesetz der Kaninchenpopulation es vorhersagen könnte.

 

...nicht verzweifeln, denn dies sind die harmlosen Darstellungen von Planungen im Chaos...

Hier nun ein kurzer Einschnitt, um die erste Frage nach den Wollhirnen zu stellen. Wie sehen sie aus?


Nein, natürlich nicht, so sehen betrunkene Controller ohne Chef auf Integrationsfeiern aus, inmitten von anderen netten Leuten mit Cheffe. Über das Aussehen und Herkunft von Wollhirnen (gerade graue Wollhirne) werden wir mit der nächsten Aktualisierung spekulieren. Diese ist natürlich schon in Planung. Dies bringt uns zur nächsten Frage. 

Warum wird denn überhaupt geplant?
Gewinn und Kostendeckung sind Ziele in Zahlen, die zu jeder Manager-Aufgabe passend zu formulieren sind und für die wir als Manager ein Berichtswesen brauchen.

Dies gilt natürlich nur für Manager die sachlich (besser betriebswirtschaftlich) entscheiden. Bauchmanager („Manager mit viel Bauch?“) unterliegen stringent der Heisenbergschen Unschärferelation. Welche Information verwendet wird ist „bauchegal“.

Der Controller ist kein Kontrolleur (auch kein Manipulateur), sondern er hat mit dem von ihm entwickelten Steuerungsinstrumenten dafür zu sorgen, dass jeder sich selbst kontrollieren kann.

Das setzt voraus, dass geplant wird.


Und nun wieder eine Denksportaufgabe


Welcher Mensch ist das, zu welchem Zeitpunkt der Planung wurde diese Stellung eingenommen? Was drückt diese Haltung, nüchtern betrachtet, aus?

Lösung bitte an: planenimchaos@gmx.de



Die "ALTE", jetzt auch mit Lösung...

10 Säcke sind mit Goldstücken gefüllt, wobei ein Sack unechte Goldstücke enthält, die ein wenig leichter sind als die echten. Das Gewicht der echten und unechten Goldstücke ist bekannt, 50g und 49g. Die unechten Goldstücke sind von den echten Goldstücken mit bloßem Auge oder wiegen in der Hand nicht zu unterscheiden.

Es steht eine Waage mit einer einzigen Waagschale zur Verfügung. 

Wie findet man den Sack mit den unechten Goldstücken, wenn man nur einmal wiegen darf?

Unsere Lösung: Aus dem ersten Sack wird ein Goldstück entnommen, aus dem zweiten zwei, usw. bis zur Entnahme von 10 Goldstücken aus dem zehnten Sack. Alle Goldstücke werden gemeinsam gewogen. Würden alle 55 Goldstücke das gleiche Gewicht haben, müsste dies 2750 g ergeben, tut es aber nicht(!), den die falschen wiegen ja nur 49 g je Stück. Somit kann man anhand der relativen Differenz erkennen, in welchem Sack die falschen Goldstücke sind. (z.B. bei 10 g Unterschied befinden sich die falschen Goldstücke im letzten Sack)


 
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